
Demokratie und Vielfalt in der pädagogischen Praxis
10. Juni 2027 | 9:00 - 11. Juni 2027 | 17:00
Den Seminarraum als Lern- und Erfahrungsraum gestalten
Wie gestalten wir Lernräume, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven berücksichtigt werden? In diesem kompakten Seminar verbinden wir Impulse zu Diskriminierung, Safer und Braver Spaces, Gruppen und Mental Health mit der Reflexion eigener Erfahrungen und Haltungen. Eine menschenrechtsorientierte Perspektive begleitet die Auseinandersetzung. Übungen und kurze Reflexionsphasen geben Anregungen dafür, wie Seminarleitungen Lernprozesse achtsam gestalten und mit Unterschiedlichkeit umgehen können.
Zielgruppe: Aktive und angehende Teamer:innen, Studierende, Ehrenamtliche sowie pädagogische Fachkräfte.
Nach dem Seminar können die Teilnehmenden:
- erste Ideen für die Gestaltung des eigenen Seminar- oder Lernraums mitnehmen
- eigene Haltungen und Prägungen weiter reflektieren
- Themen wie Demokratie, Vielfalt und Solidarität mit pädagogischem Handeln verbinden
Ihre Trainer:innen:
Oliver Berger (er/ihm) ist Referatsleitung für „qualifiziert“ in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Als Bildungsreferent begleitet er Gruppen und Klassen bei der Etablierung positiver Gruppendynamiken und der Entwicklung wertschätzender Gemeinschaften. Vereine und Institutionen unterstützt er bei der Durchführung rassismuskritischer Öffnungsprozesse. Seit 2009 ist er selbstständig im Bildungsbereich tätig und arbeitet mit Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei bringt er umfassende Expertise in den Bereichen Kommunikation und aufrichtiges Miteinander ein. Seit 2016 bringt Oliver zudem Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg in seine Arbeit ein und unterstützt Menschen darin, Konflikte friedlich und respektvoll zu lösen.
Amadou Touré (er/ihm) ist ehrenamtlicher Bildungsreferent bei der IG Metall Berlin und bildet dort neue Betriebsräte aus. Ausserdem bringt er Erfahrung in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit zu Themen der Kommunikation, Teilhabe, Konfliktlösung und -vermeidung so wie Antidiskriminierung. Als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation unterstützt er alle in der Betriebsratsarbeit beteiligten Akteure dabei, Konflikte respektvoll und klar zu bearbeiten und eine konstruktive Gesprächskultur zu fördern. Seit vielen Jahren begleitet er Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und bringt dabei seine umfassende Erfahrung als Ingenieur, Betriebsrat und Vertrauensperson (Schnittstelle zwischen Mitglieder und die IGM) der IGM ein. Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg wurde für ihn selbst zum zentralen Werkzeug, um sich in Deutschland mit rassismuskritischen Fragen zu beschäftigen, ein Umgang mit seinen Emotionen (Trauer, Wut, Hilflosigkeit, …) zu finden und eigene Handlungsspielräume zu erweitern – eine Erfahrung, die er heute an andere weitergibt.
Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bayerischen Jugendringes (Aus- und Fortbildung ehrenamtlichen Jugendleiter:innen (AEJ)) gefördert.

