
Gemeinschaft gestalten – Zugehörigkeit, Sicherheit und verbindungsstärkender Umgang mit Konflikten
12. Dezember 2025 | 9:00 - 16:30
Dieser Workshop bietet eine Einführung in den Ansatz der Restorativen Praktiken (engl. Restorative Practices), der für den Aufbau von Beziehungen und Gemeinschaften sowie für die Übernahme von Verantwortung (anstelle eines Fokus auf Schuld und Strafe) steht, wenn Menschen oder Dinge zu Schaden gekommen sind. Restorative Praktiken sind Teil einer internationalen Bewegung, die sich für Dialog und gewaltfreie Konfliktbegegnung einsetzt.
Die Restorativen Praktiken laden uns ein, in unserer Arbeit von Anfang an den Fokus auf Beziehung und Gemeinschaft zu legen. Inwieweit trägt unsere Vorgehensweise dazu bei, dass sich alle ausreichend sicher und zugehörig fühlen können? Welche Rolle spielt das Nervensystem? Haben alle die Möglichkeit, mit ihrer Perspektive sichtbar und gehört zu werden? Wie können wir daran arbeiten, dass es in der Gruppe leichter wird, an einem Strang zu ziehen, und dass Reibungen und Zerrissenheit nicht zu stark werden?
Der Workshop ist eine Mischung aus Input und Erleben. Er vermittelt, was unter Restorativen Praktiken zu verstehen ist, wie sie sich entwickelt haben und mit welchen Methoden gearbeitet wird. Ihr erlebt ein Kreisgespräch und könnt selbst erfahren, welchen Effekt es auf die Beziehungen und das Gemeinschaftsempfinden im Raum hat. Ebenso gibt es Raum für Fragen, Austausch und die Thematik, wie die Restorativen Praktiken euch in eurem eigenen Wirkungsfeld unterstützen können.
Referentin: Judith Kohler (sie/ihr) ist Gründerin des Instituts für Restorative Praktiken (www.irp-berlin.de) und arbeitet als Mediatorin sowie systemisch, Gestalt-orientierte Organisationsberaterin.
Das Institut möchte zu einer Gesellschaft beitragen, in der Menschen mit ihren Bedürfnissen gesehen werden und es um Beziehungen und Verantwortungsübernahme, statt um Schuld und Strafe geht. Eine Gesellschaft, in der Konflikte als normaler Bestandteil des Lebens und als Möglichkeit verstanden werden, sich selbst und andere besser kennenzulernen und zu wachsen.
Hierfür bietet es Trainings und Prozessbegleitung auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), GFK-Mediation und Restorativen Praktiken an. Es unterstützt Einzelpersonen und Organisationen dabei, eine partizipative Dialogkultur zu etablieren, um auch herausfordernde Themen besprechbar zu machen und Konflikte konstruktiv zu bearbeiten.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Jugendbildungsstätte Unterfranken und der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg.


