
jubi-pass – Gewaltfreie Kommunikation: Wege zur Verbindung in herausfordernden Zeiten
6. Juli - 8. Juli
3-tägiges Seminar zur Stärkung von Haltung, Klarheit und Verbindung
Unsere Gesellschaft ist geprägt von zunehmender Polarisierung, Rassismus, Hate Speech und populistischen Vereinfachungen. Viele Menschen erleben Sprachlosigkeit, Ohnmacht oder wachsende Verhärtung in Gesprächen – im beruflichen Alltag ebenso wie im privaten Umfeld.
Wie können wir inmitten dieser Spannungen handlungsfähig bleiben?
Wie gelingt es, klar Position zu beziehen, ohne selbst in Abwertung oder Eskalation zu geraten?
Wie können wir für unsere Werte eintreten und gleichzeitig Verbindung halten?
In diesem dreitägigen Seminar lernen Sie die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg kennen – und setzen sie praxisnah in Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Rassismus, Diskriminierung und demokratiefeindlichen Tendenzen.
Gewaltfreie Kommunikation ist dabei weit mehr als eine Gesprächstechnik. Sie ist eine Haltung, die Selbstklärung, Empathie und klare Positionierung miteinander verbindet.
Ziel des Seminars
Das Seminar stärkt Ihre Fähigkeit,
- in konflikthaften Situationen ruhig und klar zu bleiben
- eigene Bedürfnisse und Grenzen authentisch zu benennen
- abwertenden oder diskriminierenden Aussagen konstruktiv zu begegnen
- schwierige Gespräche in tragfähige Dialoge zu verwandeln
- Resilienz und Selbstfürsorge im beruflichen Kontext zu entwickeln
Das Seminar verbindet fachliche Inputs, Selbstreflexion, praktische Übungen und Fallarbeit aus Ihrem Arbeitskontext.
Das Seminar richtet sich an
- Pädagog:innen und Multiplikator:innen in der Jugend- und Bildungsarbeit
- Fachkräfte in sozialen Einrichtungen
- Mitarbeitende in Organisationen, die mit gesellschaftlichen Konfliktlagen konfrontiert sind
- Menschen, die ihre Kommunikationskompetenz in schwierigen Situationen vertiefen möchten
- Personen, die einen konstruktiven Umgang mit Rassismus und gesellschaftlicher Spaltung entwickeln wollen
Nach dem Seminar sind Sie in der Lage,
- Konfliktdynamiken bewusst zu steuern
- von Ohnmacht zu Wahlmöglichkeiten zu gelangen
- Gehorsam durch echte Bereitschaft zu ersetzen
- Verbindung auch in angespannten Situationen herzustellen
- Ihre innere Klarheit als Ressource zu nutzen
Ihre Trainer:
Amadou Touré (er/ihm) ist ehrenamtlicher Bildungsreferent bei der IG Metall Berlin und bildet dort neue Betriebsräte aus. Ausserdem bringt er Erfahrung in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit zu Themen der Kommunikation, Teilhabe, Konfliktlösung und -vermeidung so wie Antidiskriminierung. Als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation unterstützt er alle in der Betriebsratsarbeit beteiligten Akteure dabei, Konflikte respektvoll und klar zu bearbeiten und eine konstruktive Gesprächskultur zu fördern. Seit vielen Jahren begleitet er Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und bringt dabei seine umfassende Erfahrung als Ingenieur, Betriebsrat und Vertrauensperson (Schnittstelle zwischen Mitglieder und die IGM) der IGM ein. Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg wurde für ihn selbst zum zentralen Werkzeug, um sich in Deutschland mit rassismuskritischen Fragen zu beschäftigen, ein Umgang mit seinen Emotionen (Trauer, Wut, Hilflosigkeit, …) zu finden und eigene Handlungsspielräume zu erweitern – eine Erfahrung, die er heute an andere weitergibt.
Oliver Berger (er/ihm) ist Referatsleitung für „qualifiziert“ in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Als Bildungsreferent begleitet er Gruppen und Klassen bei der Etablierung positiver Gruppendynamiken und der Entwicklung wertschätzender Gemeinschaften. Vereine und Institutionen unterstützt er bei der Durchführung rassismuskritischer Öffnungsprozesse. Seit 2009 ist er selbstständig im Bildungsbereich tätig und arbeitet mit Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei bringt er umfassende Expertise in den Bereichen Kommunikation und aufrichtiges Miteinander ein. Seit 2016 bringt Oliver zudem Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg in seine Arbeit ein und unterstützt Menschen darin, Konflikte friedlich und respektvoll zu lösen.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bayerischen Jugendringes (Aus- und Fortbildung ehrenamtlichen Jugendleiter:innen (AEJ)) gefördert.




