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jubi-pass – Migration als Normalität – Eine rassismuskritische Annäherung

21. Juli | 9:00 - 12:00

Veranstaltungskategorie:

 

Menschen wandern. Seit jeher.
Von vertrauten Orten in unbekannte Räume.
Von Unsicherheit in Hoffnung.
Von Krieg in Sicherheit.
Von Enge in Möglichkeiten.

Migration ist kein Ausnahmezustand – sie ist Teil menschlicher Geschichte. Und doch wird sie in öffentlichen Debatten häufig als Besonderheit markiert: als Problem, als Herausforderung, als „Anderssein“.

In diesem Basismodul setzen wir uns kritisch mit dem Migrationsbegriff auseinander. Dabei geht es nicht nur um geografische Bewegung, sondern um gesellschaftliche Zuschreibungen, um Fragen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung – und um die Rolle von Machtverhältnissen in einer Migrationsgesellschaft.

Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Fragen wie:

  • Was verstehen wir unter Migration – historisch, politisch und gesellschaftlich?
  • Warum verlassen Menschen ihre Herkunftsorte?
  • Wer gilt als „Migrant:in“ – und wer nicht?
  • Wie wirken Begriffe wie „Migrationshintergrund“ im Alltag?
  • Und was hat das alles mit Rassismus und Diskriminierung zu tun?

Das Modul verbindet fachliche Impulse aus der Migrations- und Rassismusforschung mit interaktiven Methoden und gemeinsamer Reflexion. Ziel ist es, Migration als Normalität gesellschaftlicher Entwicklung zu begreifen und zugleich die Mechanismen zu erkennen, durch die Differenzen hergestellt und Ungleichheiten stabilisiert werden.

Dabei geht es nicht um einfache Antworten, sondern um Perspektivwechsel: um das Verlernen scheinbar selbstverständlicher Bilder – und um die Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Haltung für pädagogische und gesellschaftliche Praxis.

Ihre Trainer:innen: 

Oliver Berger (er/ihm) ist Referatsleitung für „qualifiziert“ in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Als Bildungsreferent begleitet er Gruppen und Klassen bei der Etablierung positiver Gruppendynamiken und der Entwicklung wertschätzender Gemeinschaften. Vereine und Institutionen unterstützt er bei der Durchführung rassismuskritischer Öffnungsprozesse. Seit 2009 ist er selbstständig im Bildungsbereich tätig und arbeitet mit Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei bringt er umfassende Expertise in den Bereichen Kommunikation und aufrichtiges Miteinander ein. Seit 2016 bringt Oliver zudem Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg in seine Arbeit ein und unterstützt Menschen darin, Konflikte friedlich und respektvoll zu lösen.

Anna Konopczynska (sie/ihr) ist Bildungsreferentin in der Jugendbildungsstätte Unterfranken im Referat grenzenlos, ausgebildete Soziologin. Als Trainerin hat sie vielfältige Erfahrungen im internationalen Kontext gesammelt – mit den Schulklassen und bei den deutsch-polnischen Jugendbegegnungen, aber auch bei Erwachsenenbildung in Rahmen von europäischen Solidaritätskorps. Zu ihren Interessen- und Schwerpunkten zählen Fragen der Machtverhältnisse, der Sprache und der Stellung der Frau in der Gesellschaft aus historischer Perspektive.

 

Hinweis zur Sprache: Deutsch

Anmeldeschluss: 5 Tage vor Veranstaltung

Der Link zur Veranstaltung wird nach Anmeldung zugesandt

 

Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bayerischen Jugendringes (Aus- und Fortbildung ehrenamtlichen Jugendleiter:innen (AEJ)) gefördert.

Anmeldung

Zur Registrierung bzw. zu weiteren Informationen über den Jubi Pass: jubi-pass.de