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jubi-pass – Ziviler Ungehorsam und couragiertes Handeln – Wo beginnt Widerstand?

23. September | 10:00 - 13:00

Veranstaltungskategorie:

 

Alles was Recht ist – es muss nicht auch billig sein. Demokratien gelten als Garanten für die Allgemeinen Menschenrechte. Und doch stehen auch sie immer wieder in der Verantwortung, sich hinterfragen zu lassen: Werden sie der Würde jedes einzelnen Menschen gerecht? Halten sie ihr Versprechen auf Gleichheit und Schutz ein?

Wo Menschen Ungerechtigkeit benennen, Missstände aufzeigen oder diskriminierende Strukturen nicht hinnehmen, entsteht Widerstand. Widerstand beginnt im Kleinen: wenn Kinder sich Regeln widersetzen, wenn Kolleg:innen ungerechte Vorgaben hinterfragen oder wenn Menschen im Alltag menschenfeindlichen Äußerungen widersprechen. Er kann sich ausweiten zu organisiertem Protest, zivilem Ungehorsam oder sozialen Bewegungen.

Widerstand ist dabei nie konfliktfrei. Er stößt auf Ablehnung, Sanktionen oder Gegenwehr. Gleichzeitig ist er Ausdruck eines entschiedenen Wollens – einer Haltung, die Veränderung einfordert.

In diesem Workshop setzen wir uns mit unterschiedlichen Formen des Widerstands auseinander – historisch wie gegenwärtig. Orientierung bieten dabei bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten, die bestehende Regeln kreativ und mutig in Frage gestellt haben. Gemeinsam gehen wir folgenden Fragen nach:

  • Wie äußert sich persönlicher Widerstand?
  • Wann wird aus individuellem Widerspruch politischer Protest?
  • Wo beginnt ziviler Ungehorsam – und wo liegen seine Grenzen?
  • Welche persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen kann Widerstand haben?

Der Workshop verbindet historische Beispiele mit aktuellen Bezügen und lädt dazu ein, die eigene Haltung zu reflektieren: Wann widerspreche ich? Wann bleibe ich still? Und was braucht es, um Widerstand verantwortungsvoll zu gestalten?

Ihre Trainer:innen: 

Karo Voráčková (sie/ihr) ist Sozialpädagogin und Bildungsreferentin im Bereich „inklusiv“. Im Rahmen ihrer Tätigkeit hat sie umfassende Erfahrung in der Qualifizierung, Begleitung und Koordination von ehrenamtlichen Teamer:innen der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Sie ist Expertin für Themen wie (institutionelle) Diskriminierung, Sprache, Migration(s)prozesse.

Stefan Lutz-Simon (er/ihm) leitet seit ihrer Eröffnung im Jahr 2004 die Jugendbildungsstätte Unterfranken, eine Facheinrichtung für rassismuskritische Migrationspädagogik in Würzburg, Stadtteil Heuchelhof. In ihrer nonformalen politischen Bildungsarbeit mit jungen Menschen und deren Begleiter:innen betrachtet sie pädagogische Prozesse im Zusammenhang mit Migrationsthematiken. Aus einem spezifischen Blickwinkel versteht sich die Migrationspädagogik dabei als unverzichtbarer Teil einer Allgemeinen Pädagogik im Ein- und Auswanderungsland Deutschland.

 

Hinweis zur Sprache: Deutsch

Anmeldeschluss: 5 Tage vor Veranstaltung

Der Link zur Veranstaltung wird nach Anmeldung zugesandt

 

Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bayerischen Jugendringes (Aus- und Fortbildung ehrenamtlichen Jugendleiter:innen (AEJ)) gefördert.

Anmeldung

Zur Registrierung bzw. zu weiteren Informationen über den Jubi Pass: jubi-pass.de