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jubi-pass – Sprache in der Migrationsgesellschaft – Zwischen Anerkennung und Abwertung

27. Oktober | 13:00 - 16:00

Veranstaltungskategorie:

 

Sprache wirkt alltäglich – und gerade deshalb ist sie so mächtig. Über Sprache wird nicht nur „gesagt, was ist“, sondern oft auch festgelegt, wer gilt: als kompetent oder nicht, als passend oder nicht, als „von hier“ oder „nicht ganz“. Sprache ist damit kein neutrales Werkzeug, sondern ein Feld, in dem Anerkennung, Zugehörigkeit und Macht verhandelt werden.

In einer Migrationsgesellschaft begegnen uns unterschiedliche Sprachen, Dialekte, Akzente und Sprechweisen – im Klassenzimmer, im Jugendzentrum, im Verein oder im digitalen Raum. Doch nicht alle Sprachen und Sprechweisen haben dasselbe gesellschaftliche Gewicht. Manche gelten als selbstverständlich und „richtig“, andere werden korrigiert, belächelt oder als Defizit markiert.

Das Basismodul „Sprache und Mehrsprachigkeit“ lädt dazu ein, diese Ordnungen sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren.

Ziel des Moduls

Die Teilnehmenden entwickeln:

  • ein Bewusstsein für sprachliche Machtverhältnisse in der Migrationsgesellschaft
  • Sensibilität für Linguizismus und sprachbezogene Diskriminierung
  • einen ressourcenorientierten Blick auf Mehrsprachigkeit
  • Handlungsmöglichkeiten für diskriminierungssensibles Sprachhandeln in Bildungs- und Jugendarbeit

Mehrsprachigkeit wird dabei nicht als „Talent-Label“ verstanden, sondern als alltägliches Repertoire – als Fähigkeit, sich in unterschiedlichen Kontexten zu bewegen.

Das Modul stärkt eine Haltung, die Sprachen nicht hierarchisiert, sondern anerkennt – und Räume eröffnet, in denen Menschen sprechen können, ohne sich dabei kleiner machen zu müssen.

Ihre Trainer:innen: 

Oliver Berger (er/ihm) ist Referatsleitung für „qualifiziert“ in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Als Bildungsreferent begleitet er Gruppen und Klassen bei der Etablierung positiver Gruppendynamiken und der Entwicklung wertschätzender Gemeinschaften. Vereine und Institutionen unterstützt er bei der Durchführung rassismuskritischer Öffnungsprozesse. Seit 2009 ist er selbstständig im Bildungsbereich tätig und arbeitet mit Jugendlichen und Erwachsenen. Dabei bringt er umfassende Expertise in den Bereichen Kommunikation und aufrichtiges Miteinander ein. Seit 2016 bringt Oliver zudem Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg in seine Arbeit ein und unterstützt Menschen darin, Konflikte friedlich und respektvoll zu lösen.

Anastazja Zydor (sie/ihr) – Bildungsreferentin und Leiterin des Referats „Grenzenlos“ an der Jugendbildungsstätte Unterfranken verantwortet sie die Konzeption, Organisation und strategische Weiterentwicklung internationaler Bildungs- und Begegnungsformate. Seit über 20 Jahren ist sie in der internationalen Jugendarbeit tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in Projektmanagement, internationaler Zusammenarbeit und Netzwerkkoordination. Sowohl beruflich als auch privat setzt sie sich gegen Diskriminierung ein und engagiert sich für ein respektvolles Miteinander. Ihr besonderes Anliegen ist es, Jugendlichen die Teilnahme an internationalen Projekten zu ermöglichen – insbesondere jenen, die sonst kaum Zugang zu solchen Chancen hätten.

 

Hinweis zur Sprache: Deutsch

Anmeldeschluss: 5 Tage vor Veranstaltung

Der Link zur Veranstaltung wird nach Anmeldung zugesandt

 

Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bayerischen Jugendringes (Aus- und Fortbildung ehrenamtlichen Jugendleiter:innen (AEJ)) gefördert.

Anmeldung

Zur Registrierung bzw. zu weiteren Informationen über den Jubi Pass: jubi-pass.de